Der Turm Philippe Le Bon

Er thront majestätisch über dem weitläufigen Palais des ducs et des états de Bourgogne und bietet einen unvergleichlichen Blick über die Terrakotta-Dächer der Stadt. Dijon ist weltbekannt für seinen Senf, seine erstklassigen Weine und seine beeindruckende Architektur. Doch um die wahre Dimension und Struktur dieser historischen Metropole zu begreifen, muss man sie von oben betrachten. Ob Sie sich für Baugeschichte, europäische Dynastien oder einfach nur für spektakuläre Fotomotive interessieren – dieser ausführliche Reise-Guide zeigt Ihnen, warum dieses Monument auf Ihrer Bucket-List nicht fehlen darf und wie Sie Ihren Besuch optimal planen.

Blick auf den Turm Philippe Le Bon über dem Place de la Libération in Dijon

Ein Meisterwerk im Herzen von Dijon: Architektur und Geschichte

Der Bau des Turms begann Mitte des 15. Jahrhunderts (zwischen 1436 und 1460) unter der Herrschaft von Philipp dem Guten (Philippe le Bon), einem der mächtigsten Herzöge von Burgund. In dieser Epoche erlebte die Region eine beispiellose wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Internationale Historiker betonen immer wieder die historical significance of the Valois dukes of Burgundy (die historische Bedeutung der Valois-Herzöge von Burgund), die zeitweise mächtiger und reicher waren als die Könige von Frankreich. Der Turm wurde errichtet, um genau diesen Anspruch auf Macht und Prestige in Stein zu meißeln.

Die Architektur des Bauwerks ist ein echtes Highlight. In internationalen Kunst- und Architekturforen wird der Turm oft als Paradebeispiel für die fifteenth century burgundian gothic architecture (burgundische Gotik des 15. Jahrhunderts) gefeiert. Mit seiner reich verzierten Fassade, den filigranen Wasserspeiern und der eleganten Linienführung spiegelt er den Übergang vom wehrhaften Festungsbau zum repräsentativen Palastbau wider. Wer den Turm von außen betrachtet, kann die architectural evolution of the medieval watchtower (die architektonische Entwicklung des mittelalterlichen Wachturms) wunderbar nachvollziehen: Zwar bot er einen strategischen Überblick über die Stadt, doch sein eigentlicher Zweck war es, den Reichtum des Hofes und die Erhabenheit des Herzogs zu demonstrieren.

Der Aufstieg zur Terrasse: Ein sportliches und historisches Erlebnis

Bevor man die grandiose Aussicht genießen kann, steht eine kleine sportliche Herausforderung an. Eine der am häufigsten gestellten Fragen von internationalen Touristen in Dijon lautet: „How many steps are in the spiral staircase?“ (Wie viele Stufen hat die Wendeltreppe?). Die Antwort: Es sind exakt 316 Stufen, die sich in einer engen, steinernen Spirale nach oben winden.

Die historische steinerne Wendeltreppe im Inneren des Turms in Dijon

Das climbing to the terrace of the dukes palace (der Aufstieg zur Terrasse des Herzogspalastes) ist jedoch jede Anstrengung wert. Während Sie Stufe um Stufe erklimmen, spüren Sie förmlich den Atem der Geschichte. Die dicken, kühlen Steinwände, die kunstvoll gewölbten Decken in den Treppenabsätzen und die kleinen Fensterschlitze, die den Raum nur spärlich beleuchten, lassen erahnen, wie die Wachen und Höflinge vor über 500 Jahren diesen Weg gingen.

Ein Ausflug auf den Turm lässt sich zudem perfekt mit dem visiting the palace of the states of burgundy verbinden. Wenn Sie nach dem Abstieg wieder festen Boden unter den Füßen haben, können Sie die prächtigen Säle des Palais des ducs et des états de Bourgogne erkunden, der heute unter anderem das fantastische Museum der Schönen Künste (Musée des Beaux-Arts) beherbergt. Hier finden Sie auch die prunkvollen Grabmäler der burgundischen Herzöge.

Die atemberaubende Aussicht vom Turm Philippe Le Bon

Oben auf der Terrasse in 46 Metern Höhe angekommen, öffnet sich eine der beeindruckendsten Kulissen der gesamten Region. Reiseführer schwärmen zu Recht von den panoramic views of the dijon city center (Panoramablicke auf das Stadtzentrum von Dijon). Aus dieser Vogelperspektive bietet sich ein nahtloser 360-Grad-Blick. Sie blicken direkt hinab auf den halbrunden Place de la Libération, sehen die farbenfrohen, glasierten Ziegeldächer, die so typisch für das Burgund sind, und überblicken die unzähligen Kirchtürme, die Dijon den Beinamen „Stadt der hundert Kirchtürme“ eingebracht haben.

Panoramablick auf das Stadtzentrum von Dijon mit seinen historischen Dächern

Der Turm Philippe Le Bon gilt als einer der spektakulärsten medieval lookout points in eastern France (mittelalterliche Aussichtspunkte in Ostfrankreich). An klaren Tagen reicht der Blick weit über die Stadtgrenzen und die sanften Weinberge der Côte d’Or hinaus. Ein ganz besonderes Highlight für Landschaftsbeobachter ist die visibility of the Vosges mountains from Dijon (die Sichtbarkeit der Vogesen von Dijon aus). Wenn die Wetterbedingungen und die Luftfeuchtigkeit optimal sind, zeichnen sich am östlichen Horizont die Gipfel der Vogesen und manchmal sogar die schneebedeckten Spitzen des Mont Blanc ab – ein magischer Anblick, der jeden Aufstieg belohnt.

Turm vs. Eulenweg: Zwei Perspektiven auf die Sehenswürdigkeiten Dijons

Dijon lässt sich auf viele Arten entdecken. Eine interessante Überlegung bei der Reiseplanung ist der Vergleich der Wahrnehmung: tower views versus the owl trail landmarks (Turmaussichten im Vergleich zu den Wahrzeichen des Eulenwegs).

Der „Parcours de la Chouette“ (Eulenweg) ist ein berühmter, durch in den Boden eingelassene Messingpfeile markierter Rundgang, der Sie zu Fuß durch die Altstadt führt. Er bringt Sie zu charmanten Fachwerkhäusern, dem Marktviertel (Les Halles) und zur berühmten steinernen Eule an der Kirche Notre-Dame, die als Glücksbringer der Stadt gilt. Während der Eulenweg Ihnen die Sehenswürdigkeiten Dijon auf Augenhöhe, voller Lebendigkeit und mit viel Detailverliebtheit präsentiert, liefert der Turm Philippe Le Bon die Makro-Perspektive. Erst durch den Blick von oben versteht man die mittelalterliche Stadtplanung und die schützende Struktur der ehemaligen Stadtmauern. Die Kombination aus beidem – erst die Stadt von oben betrachten und sie danach zu Fuß erobern – verschafft Ihnen das beste Verständnis für die Historie Dijons.

Das Erbe von Burgund: Ein Monument von europäischem Rang

Man kann die Bedeutung dieses Ortes nicht oft genug betonen. Der Turm und der angeschlossene Palast gehören zu den bedeutendsten monuments of the Grand Duchy of the West (Denkmäler des Großherzogtums des Westens). Im 14. und 15. Jahrhundert war das Burgund ein eigenständiges Reich, das von Flandern im heutigen Belgien bis tief in die heutige Schweiz reichte. Die Herzöge pflegten einen Hofstaat, der an Pracht und Luxus den des französischen Königs oft übertraf.

Wer eine Reise durch Frankreich unternimmt, wird schnell feststellen, dass der Turm definitiv zu den must see historical sites in the Cote d’Or (historische Pflichtsehenswürdigkeiten im Département Côte-d’Or) zählt. Er steht als stolzer, steinerner Zeuge für diese europäische Großmachtzeit. Der Aufstieg ist somit nicht nur ein visuelles, sondern auch ein zutiefst historisches Erlebnis.

Praktische Tipps für Ihren Besuch und die beste Fotografie

Damit Ihr Besuch im Turm reibungslos verläuft und zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, gibt es einige praktische Aspekte zu beachten:

Touristen auf der Aussichtsplattform des Turms Philippe Le Bon in Dijon
  • Tickets und Reservierung: Da die Kapazitäten auf der Aussichtsplattform aus Sicherheitsgründen begrenzt sind und die historischen Treppenhäuser eng, ist eine Vorabreservierung dringend zu empfehlen. Das booking a guided tour of the ducal palace (Buchen einer Führung durch den Herzogspalast) inklusive Turmaufstieg können Sie sehr bequem online über die offizielle Website des Tourismusbüros von Dijon (Destination Dijon) erledigen. Das Büro selbst befindet sich praktischerweise direkt neben dem Palast.
  • Die perfekte Zeit für Fotos: Für ambitionierte Fotografen stellt sich unweigerlich die Frage nach der best time of day for tower photography (die beste Tageszeit für Turmfotografie). Die Antwort ist eindeutig: Die „Goldene Stunde“ am späten Nachmittag oder frühen Abend. Zu dieser Zeit taucht die tief stehende Sonne die Dächer von Dijon in ein warmes, rötlich-goldenes Licht, das die burgundischen Ziegel zum Leuchten bringt. Alternativ bietet der frühe Morgen eine klare Luft, was die Chance auf die Sichtbarkeit der Vogesen drastisch erhöht.
  • Körperliche Verfassung: Denken Sie daran, dass der Aufstieg über die 316 Stufen anstrengend sein kann. Es gibt keinen Aufzug. Tragen Sie bequemes, flaches Schuhwerk und nehmen Sie sich Zeit. Die Führer machen auf dem Weg nach oben glücklicherweise oft kleine Pausen, um historische Details zu erläutern.
  • Kombinieren Sie Ihre Touren: Nutzen Sie den „Dijon City Pass“, falls Sie planen, mehrere Museen und Touren zu machen. Dieser beinhaltet oft den Aufstieg auf den Turm sowie Vergünstigungen für Weinproben und andere Attraktionen.

Fazit: Das unvergessliche Herzstück von Dijon

Der Turm Philippe Le Bon ist weit mehr als nur ein historischer Turm aus längst vergangenen Zeiten. Er ist das Herzschlag-Zentrum von Dijon, ein architektonisches Juwel der Spätgotik und unumstritten der beste Ort, um die Schönheit der Hauptstadt des Burgunds in ihrer ganzen Pracht zu erfassen.

Ob Sie die reiche und komplexe Geschichte der Region erkunden, die architektonischen Meisterleistungen der herzoglichen Baumeister bewundern oder einfach nur spektakuläre Panoramabilder für Ihr Fotoalbum schießen möchten – dieser Ort wird Sie nachhaltig begeistern. Buchen Sie Ihr Ticket im Voraus, stellen Sie sich der Herausforderung der 316 Stufen und lassen Sie sich oben angekommen vom weiten Blick über das Burgund verzaubern. Ein Besuch in Dijon ist schlichtweg nicht komplett, ohne einmal auf dem Turm Philippe Le Bon gestanden zu haben.

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